Berichte

2000

Jubiläums-Staufberglauf, 17.8.2008

Der Staufberg überragt das Dorf Staufen an seinem Fusse um über 100 Meter. Zum Glück für die Mehrheit der Läufer und Läuferinnen musste auch beim diesjährigen, dem zwanzigsten Staufberglauf, also einem Jubliäumsanlass, der Staufberg nicht viermal überquert, sondern bloss viermal umlaufen werden. Auch unsere drei teilnehmenden LGN-Mitglieder Heinz, Ursula und Nadja werden das den Organisatoren zu danken wissen. Wobei - beim vierfachen Umlaufen machen dann auch alle immerhin 8 Kilometer.

Als einziger Supporter für drei LGN-Miglieder hatte ich auch einen schweisstreibenden Vormittag. Kaum angekommen, zog ich mich zum Joggen um. Heute waren mit ärztlicher Erlaubnis und ohne Rechenfehler weitere zusätzliche 4 Minuten und damit insgesamt 44 Minuten Laufen auf dem Programm. Dul-X-los, das hatte ich bloss in der Nase, tuckerte ich auf der Walkingstrecke los. Mit perfekten Zeitbudget und ohne mich zu verlaufen erreichte auch ich das Ziel noch eine halbe Stunde vor dem Start des Hauptfeldes. Beinahe wäre ich dummerweise noch über die Ziellinie gelaufen und hätte so wahrscheinlich die Zeitmessung zumindest irritiert.

Rechtzeitig vor dem Start spazierte ich, verkleidet als Supporter und Fotograf hinter den Staufberg. Dort fand ich einen geeigneten Hinterhalt für Schnappschüsse. Gleichzeitig versuchte ich unsere drei LGN-Mitglieder anzufeuern und abzulichten. Trotzdem und im Rückblick vermute ich, dass das Mitrennen wahrscheinlich anstrengender war.

Viermal liefen die Drei an mir vorbei. Anfangs lag Nadja mit einem schnellen Start vor Heinz und Ursula. Unser Langsamstarter Heinz machte aber seinen Rückstand auf Nadja bis in die dritte Runde wett und überholte sie dann. Ursula lief ein regelmässiges Rennen und klassierte sich im Mittelfeld der spätjugendlichen Damen.

Der lauferfahrene Heinz ging das Rennen gewohnt sorgfältig, also vorsichtig an und steigerte seinen Rhythmus zunehmend. Das brachte ihm bei den M70 den dritten Rang ein.

Nadja startete recht schnell und lieferte einer gleichaltrigen Konkurrentin sozusagen während des ganzen Rennens einen Zweikampf mit zahlreichen Positionswechseln. Auf dem letzten Kilometer gelang es Nadja dann, ihre Gegnerin noch zu überspurten und erreichte so ebenfalls den dritten Rang.

 

 

Die Zeiten:

Heinz: 36:03,6

Ursula: 37:56,3

Nadja: 36:25,5

 

 

Der Dreifach-Supporter der LGN

Ruedi Künzli

 

 

 

 

Nachbemerkungen:

Genau genommen habe ich auch noch Herbert angefeuert. Er benötigte eine Runde, bis ihm mein Name einfiel. Das bei erhöhtem Sauerstoffverbrauch der Muskeln, was ja bekanntlich für die Hirnaktivitäten nicht förderlich ist. Zugegeben - so lange dauerte es bei mir ebenfalls, bis mir sein Name wieder einfiel. Und mein Gehirn musste den Sauerstoff nicht mit meinen Muskeln teilen.

Ausserdem heizte ich auch Walter wie am GP Bern ein. Wie am GP Bern hat Walter aber wahrscheinlich weder etwas gehört noch gesehen. Wie findet Walter bloss ins Ziel? - Er sieht nichts. Mit Echolot laufen funktioniert auch nicht. Vermutlich reiner Instinkt.