Berichte

2000

10. Grenchenberglauf am 21. Juni 2009

Bei angenehmer Temperatur fanden sich ca. 500 Läuferinnen und Läufer ein zur 10. Auflage des Grenchenberglaufes. Zum Jubiläum wurde an alle eine praktische Sporttasche abgegeben. Die Wetterlage war nicht mehr so stabil wie zuvor. „Was ziehe ich an zum Laufen?“ mögen sich wohl manche gefragt haben, denn entlang dem Jura könnten sich heute doch vereinzelte Regenschauer entladen. Ich entschied mich für kurze Hosen und T-Shirt.

Der Startschuss fiel punkt 10 Uhr, die Läuferschar setzte sich in Bewegung Richtung Wald. Ich reihe mich in den letzten Jahren weit hinten ein, so komme ich nicht in Versuchung, am Anfang zu schnell zu laufen. Unterwegs treffe ich so viel mehr Bekannte, mit denen ich ein paar Worte wechseln kann. Andere zu überholen ist immer motivierender als ständig überholt zu werden. Nach einem sehr langen Anstieg hörte ich plötzlich Musik mitten im Wald. Auf einem ebenen Wegstück spielte eine Guggenmusik gerade eine schöne Melodie. Diese Musik gab mir mächtig Auftrieb für den nun noch steiler werdenden Weg. Weiter oben waren es mal Kuhglocken, dann auch Alphornklänge, die die Läufer aufmunterten und anspornten. Die letzten zwei Kilometer führten über geteerte Strasse an der Sonne. Doch hier oben weht meist eine frische Brise, die willkommene Kühlung bringt. Auf Höhe der Feuerstelle mit dem Bundesrat Ritschard-Gedenkstein beginnt noch eine letzte aber langgezogene Steigung, bevor man runterläuft gegen das lang ersehnte Ziel. Die Reserven werden noch mal angezapft, um die Laufzeit noch ein paar Sekunden zu verbessern. Das Ziel ist erreicht und man kann sich in Ruhe verpflegen, denn unterwegs musste dies ja immer schnell vonstatten gehen. Hier am Ziel, wie auch auf der Strecke unterwegs, sitzen und stehen überall viele Zuschauer, die uns mit viel Applaus unterstützen. Ich war zufrieden. Es lief mir heute ganz gut. Im Vergleich zum Vorjahr war ich 4 Minuten schneller, was für einen guten Rang in der Kategorie reichte.

Gut organisiert war auch der Rücktransport aller Läufer und Zuschauer nach Grenchen mit Postautos.

Mit 12,0 km und 860 m HD sei dieser Berglauf der steilste der Jura-Top-Tour-Serie. Mir hat dieser Lauf von Anfang an zugesagt wegen der abwechslungsreichen Strecke, die meist durch schattigen Wald führt. Ich liebe auch die vielen starken Steigungen. Ich war aber doch etwas überrascht, als mir Laufkollegen sagten, ich sei auch bei denjenigen Teilnehmern, die alle 10 Grenchenbergläufe absolviert hätten. War ich doch bei diesem oder jenem JTT-Lauf verhindert gewesen, wegen anderer Hobbys wie Musik oder Auslandreisen. Die Jubilare mit 10 Teilnahmen dieses Berglaufes durften einen schönen Preis entgegennehmen; ein Fernglas und Reka-Checks.

Unsere Laufgruppe war mit Doris Gremaud, Zita Häfeli, Christian Schlosser, Richard Wälti und Heinz Wälti vertreten. Ein Bravo an alle, die sich die Mühe genommen haben, diesen doch etwas anstrengenden Lauf zu bestreiten.

 

Heinz Wälti