Telegramm: Distanz 21.1 km – Strecke abwechslungsreich, flach und ultraschnell – Stimmung gut – Wetter perfekt – Organisation (für das erste Mal) top – Teilnehmer 1000 – warmes Wasser unter der Dusche – Empfehlung: hingehen!
Die Gelegenheit, eine Premiere zu feiern, hat man nicht alle Tage und Teilnehmer eines Wettkampfes zu sein, der zum allerersten Mal stattfindet, ist auch etwas Spezielles. Der kritische Geist fragt sich natürlich, was denn alles schief gehen wird. Die Egomanen freuen sich darauf, Laufgeschichte schreiben zu können und die Neugierigen freuen sich darauf, eine neue Strecke laufen zu dürfen.
Die Organisatoren hatten mit der Startzeit von 18.00 Uhr einen interessanten Akzent gesetzt. Die Innenstadt in Sursee war gut besucht, eine grosszügige Festwirtschaft und ein Speaker, der in guter Qualität, hörbar, aber nicht aufdringlich das Geschehen kommentierte, trugen zu einer guten Stimmung bei. Das Wetter war sensationell, phänomenal und bombastisch (wahrscheinlich Anfängerglück). So war der grosse Platz im Start-/Zielgelände gut gefüllt, Läufer suchten die Startnummernausgabe, die Toiletten, ihre Taschen und die Garderobe; Besucher hielten Ausschau nach Bekannten, Väter liefen ihren Kindern hinterher, Familiencoach-Crews gaben ihren „Idolen“ den letzten Schliff. Hunde mussten davon abgehalten werden, die Laufstrecke zu kreuzen und die U-12, U10 und U8-Cracks gaben ihr letztes auf der Zielgeraden.
Gestartet wurde in zwei Blöcken, insgesamt gut 1000 Läufer und Läuferinnen, die pünktlich durchs Untertor auf die Strecke geschickt wurden. Der erste Teil durchs Städtchen verlief durch einen aufmunternden Zuschauerspalier und schon bald bogen wir auf die Strasse Richtung See. Ohne Gedränge aber stets in Gesellschaft nahmen wir Kurs auf Eich. Der kurze „Stutz“ vor Eich ermöglichte einen erfreulichen Wechsel im Bewegungstrott und schon bald war Sempach in Sicht und zwischen den applaudierenden Zuschauergirlanden auch schnell durchlaufen. Direkt am See ging’s weiter bis zur Badi, in die Badi hinein (Verpflegungsposten beim Restaurant) und danach wieder raus um den Campingplatz herum und durch das Schilfzeugs, aber auf guten Wegen ans andere Ende des Sees, schliesslich teilweise den Bahngleisen entlang bis nach Nottwil und Sursee, den See immer im Blick, die Sonne wärmend und den Wind erfrischend im Gesicht. Ein kurzer Zickzack-Kurs vor Sursee und schliesslich wieder der Einlauf ins Städtli und auf die schnellste Zielgerade der Welt.
Der Vergleich mit dem Hallwilerseelauf drängt sich auf, der grösste Unterschied ist wohl die Laufrichtung (d.h. man hat den See immer auf der rechten Seite), die drei „Gratiskilometer“ zu Beginn fallen weg, dafür sind die Wege insgesamt breiter und damit alles ein bisschen grösszügiger und die Strecke ist wirklich topfeben, so flach wie man sie wohl nicht mehr so schnell wieder findet. Perfekt für Rekorde, aber auch absolut reizvoll für Genussläufer.
Folgende LGN-Mitglieder feierten die Premiere mit:
Beat Stauber
Stephanie Buss
René Godat
Karin Kissling
9. Mai 2010 Karin Kissling