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Skiweekend in der Lenzerheide Endlich war es da, unser alljährliches Ski-Weekend, das in so mancher Läuferagenda bereits seit einiger Zeit für das Wochenende vom 12./13. Januar 2002 vorgemerkt war. Dieses Jahr sollte es uns in die vielversprechende Skiarena von Lenzerheide- Valbella führen. Der Umwelt und nicht zuletzt dem Portemonnaie zu liebe, schlossen wir uns zu Fahrtgemeinschaften zusammen, welche sich am frühen Samstag morgen, vollgepackt mit allerlei Skiutensilien, Richtung Bündnerland in Bewegung setzten. Zwar wurden wir bei der Anreise auf der Autobahn am Zürichsee von Eisregen überrascht, was uns zu unfreiwilligen Zeugen einiger spektakulärer Unfälle machte. Wir aber erreichten dank der vorsichtigen Fahrweise unserer Chauffeure mehr oder weniger pünktlich das Ziel. Im Ferienort Parpan erwartete uns bereits Eveline Scheuss, die uns umgehend in die gemütlichen 3- und 4-Bett-Zimmer im Ferienhaus der Schule Schlieren führte. Voller Vorfreude auf die weisse Pracht richteten wir uns vorerst nur notdürftig ein, zwangen unsere Füsse eiligst in die Skischuhe uns schon gings ab Richtung Skipiste. Zum Glück waren die Tageskarten schnell beschafft und nichts vermochte uns mehr daran zu hindern, schwungvoll die Hänge um das Stätzerhorn herum herunter zu sausen. Bei herrlichem Winterwetter auf zwar harten, aber ausgezeichnet präparierten Pisten, konnten wir das Skifahren in vollen Zügen geniessen. Da ja Bergluft bekanntlich hungrig macht, begaben wir uns am Mittag ins Bergrestaurant Alp Stätz. Mit Älplärmagronen, Spaghetti und Pommes füllten wir unsere leeren Kohlenhydratspeicher wieder auf, sodass wir frisch gestärkt den Nachmittag in Angriff nehmen konnten. Es sollte sich bald zeigen, dass sich regelmässiges und eisernes Training bei Wind und Wetter tatsächlich bezahlt macht, denn die vom Lauftraining gestählten Beinmuskeln erlaubten uns, bis in den späten Nachmittag Schwung um Schwung auszulösen und das Wintervergnügen voll auszukosten. Im Vergleich zu andern Jahren stellten wir bald fest, dass im allgemeinen in rasanterem Tempo Ski gefahren wurde. Carving, die etwas schwungvollere Alternative zur herkömmlichen Skitechnik, verlieh auch Anfängern (zu welchen sich der Verfasser dieses Textes selbst zählt) Flügel. Entsprechend nimmt natürlich auch die Unfallgefahr zu und es erstaunt nicht, dass immer mehr Erwachsene sich dieser Gefahr bewusst sind und nicht auf einen Helm verzichten. Wer weiss, vielleicht werden auch wir in ein paar Jahren, wie es bereits beim Velofahren üblich ist, behelmt die Hänge herunterflitzen. Nun, allmählich liessen unsere Kräfte doch nach und wir trafen uns bei heissen Rhythmen an der Schneebar wieder. Obwohl es keine stichhaltigen Beweise dafür gibt, ist doch zu vermuten, dass die "Kafi mit" nicht unschuldig daran sind, dass die Talabfahrt recht frech in Angriff genommen wurde. Anschliessend genossen wir gemeinsam das feine Znacht in der Unterkunft und fanden genügend Zeit, ausgiebig miteinander zu Schwatzen. Einige Unermüdliche zog es gar noch zu einem Schlummertrunk ins nahgelegene Dorf Parpan. Uschi Brunner und ihrem Beharren auf ihren unverzichtbaren 8-Stunden-Schönheitsschlaf sei Dank, denn dadurch kam auch die Gruppe der Nachtschwärmer einigermassen zeitig zu Bett. Dieses Jahr wurde unsere wohlverdiente Nachtruhe glücklicherweise durch nichts gestört, sodass wir prächtig ausgeruht auch am zweiten Skitag die Piste unsicher machen konnten. Das Wetter zeigte sich den Prognosen entsprechend erneut von seiner sonnigsten Seite. Ein wolkenloser Wintertag über dem wunderschönen Hochtal von Lenzerheide-Valbella erhöhte unsere Freude und dementsprechend unseren Ruhepuls. Wie bereits am Vortag starteten wir in der Region des Stätzerhorns, liessen uns aber von der Sonne am Nachmittag auf die Ostseite des Tales, ins Gebiet des Rothorns, verführen. Dort wurde weiter gestemmt, geschwungen und gecarvt, bis schliesslich manch einer feststellen musste, dass wie das Laufen auch das Skifahren Kraft und Ausdauer erfordert. Einen ruhigen Ausklang des Tages gönnten wir uns auf der Terrasse der Mottahütte. Bei heisser Ovo und Nussgipfeln genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, bevor wir uns müde aber voller schöner Erinnerungen an gemeinsam durchstiebene Pisten heimwärts Richtung Niederamt begaben. Stefan Fasnacht |
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