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2-Stunden-Lauf vom 18.9.2004 in Olten Einen in mehrerer Hinsicht unkonventionellen Lauf haben wir mit dem 2-Stunden-Lauf in Olten erlebt. Eine etwas komplizierte Bürokratie, um an die Startnummern heranzukommen, wobei wir auch nicht ganz unschuldig daran waren, haben wir doch etwas fertiggebracht, das es eigentlich nicht gibt: eine Gruppenanmeldung, wobei zwei von der Gruppe eine Staffel bildeten. Die Organisatoren meisterten dieses Problemchen schliesslich souverän. Aufgefallen sind uns ausserdem sofort a) die vielen Kinder und b) viele Leute, die man normalerweise nicht an Läufen sieht. Ein ganz anderes Publikum also, das einen guten Zweck verfolgt und zugleich etwas für die eigene Gesundheit tut (ebenfalls ein guter Zweck). Es standen aber auch viele versierte Läufer und Läuferinnen am Start. Die Uhr am Start/Ziel stand am Anfang auf 2:00:00 und lief rückwärts. Kurz vor dem Start entstand ein Gerangel vorne an der Startlinie: Alle Kids wollten unbedingt ganz vorne einstehen. Als der Startschuss erfolgte, rasten sie los wie die Feuerwehr … zwei Strassenecken weiter blieben die meisten von ihnen stehen, völlig ausser Puste. In den nächsten zwei Stunden betrieben sie ein sehr eigenwilliges Intervalltraining, für uns komplett undurchschaubar. Sie wechselten die Strassenseite, unmittelbar bevor wir sie überholen wollten, sie blieben unvermittelt stehen, wenn sie jemanden am Strassenrand getroffen hatten und veranlassten uns dadurch zu abrupten Bremsungen oder riskanten Ausweichmanövern. Auch dann war man sich seiner Haut noch nicht sicher, gab es immer welche, die neuen Atem geschöpft hatten und lospurteten und einen mit viel Triumph überholten. Die Frage war bloss: Wo blieben sie das nächste Mal stehen? Das Rennen stellte uns also vor ganz besondere Herausforderungen.Mit der Zeit verteilten sich die 330 Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf die 1,8 km lange Runde. Die Route machte Spass, ein richtiges Hauseckenrennen durch die Altstadt in Olten über die Holzbrücke und via Gäubahnbrüggli über die Schützenmatte wieder hinauf in die Stadt. Väter trabten mit ihrem Nachwuchs den Plastikbändern entlang, Mütter fuhren ihre Kinderwagen spazieren. Die anderen Läufer und Läuferinnen versuchten, ihren Rhythmus zu halten und sammelten eifrig Runden. Der ganze Anlass bot Volksfeststimmung. Nach zwei Stunden waren schliesslich alle froh, dass es zu Ende ging. Es hiess, die angefangene Runde fertigzulaufen und ein letztes Mal abstempeln lassen. Die Festbeiz auf dem Ildefonsplatz war gut gerüstet. Wir setzten uns hin, um die vielen drolligen Erfahrungen auszutauschen. Die Rangverkündigung bot uns eine schöne Überraschung: Evelyne hat gewonnen! Sie hat von allen Frauen am meisten Runden gelaufen. Herzliche Gratulation für diese tolle Leistung.
Karin Kissling
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