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Rund um den Bristen

Bergwanderung 2004

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17 Teilnehmer der zweitägigen Bergwanderung besammelten sich um 07:30 am Bahnhof Olten. Die schlechte Wetterprognose für Samstag konnte unsere gute Laune nicht verderben. Pünktlich zum Start der Wanderung an der Postautohaltestelle Silenen mussten wir schon unseren Regenschutz anziehen. Es war nur ein Nieselregen mit längeren Unterbrüchen. Bis nach Bristen wanderten wir auf einem guten Waldpfad, doch weiter im Etzlital war der Bergpfad teilweise recht nass und wird uns in feuchter Erinnerung bleiben. Wenigstens für die Mittagspause waren wir im Trockenen, denn die Sennerfamilie im Etzliboden stellte uns freundlicherweise Tisch und Bänke in die Tenne. Als Entschädigung haben wir bei ihnen eine Anzahl Kaffee bestellt und Christian kaufte der Familie ein Stück Bergkäse ab. Gegen 16 Uhr erreichten wir schon unser Tagesziel, die Etzlihütte auf 2040 Meter. Nachdem jeder ein paar passende Hüttenfinken gefunden hatte, bezogen wir unseren Schlafraum im ersten Stock. Wieder in der gemütlichen Stube, überraschte uns Christian mit einer feinen Käseplatte (vom gekauften Alpkäse) und einem guten Glas Veltliner zum Zvieri. Draussen gab es heute leider kein Alpenglühen, nur Nebel wie in Grossmutters Waschküche. Etwa im Halbstundentakt verzog sich der Nebel und gab die Sicht für einen Augenblick frei auf die Berge. Gespannt erwarteten wir den Morgen, ob sich das Wetter tatsächlich, wie vorausgesagt, zum Guten wenden würde. Da setzte man sich doch gerne wieder in der warmen Hütte an den Tisch, wo uns ein gutes Nachtessen mit Dessert serviert wurde. Beim gemütlichen Plaudern verging die Zeit im Nu und man verzog sich in Richtung Schlafraum.

Sonntagmorgen - Morgentoilette, aufräumen, packen und schnell noch die Trinkflasche für den Marschtee bereitstellen. In bester Laune setzten wir uns zum Frühstück, denn kein Wölklein trübte den blauen Himmel und die leicht verschneiten Berggipfel. Vor dem Abmarsch mussten der eine oder andere noch die wärmende Jacke und lange Hosen und sogar noch Handschuhe aus dem Rucksack klauben. Die Temperatur war nämlich sehr tief und die Bise machte alles noch kälter. Nach dem ersten oder spätestens zweiten Halt war aber schon wieder leichtere Bekleidung angesagt. Entlang dem Rossbodenstock und Steinstock gewannen wir stetig an Höhe. Von einem Vorsprung rechts oben wurde unsere Wandergruppe beobachtet von einem neugierigen Maulesel. Entlang des Weges konnten wir uns immer wieder an den vielen Arten von Alpenblumen erfreuen. Der meist gute Bergpfad, gespickt mit Balance-Uebungen über Felsplatten und kleineren Klettereinlagen, führte uns zur Pörtlilücke, 2506m, mit einem markanten Steinmann. Links von uns erhob sich der Sunnig Wichel und rechterhand der Ruchen. Nun war der höchste Punkt unserer Tour erreicht, es konnte nur noch abwärts gehen.

Nach einer längeren Rast am Pörtlibach auf einer kleinen Hochebene waren wir wieder fit für den nächsten steilen Abstieg zur Treschhütte im Fellital. Unterwegs konnten auch Heidelbeeren degustiert werden von den zahlreichen Sträuchern. Vor der Treschhütte konnten wir uns wieder ausruhen, trinken oder auch ein Fussbad nehmen im kalten Wasser des Brunnentroges. Durch Wald und Weiden gelangten wir zum letzten Aussichtspunkt, wo man das Reusstal überblicken konnte. Von hier führte ein Fahrweg durch den Wald nach Gurtnellen. Auf dem letzten Wegstück wurde noch ein kurzes Lauftraining eingeschaltet, sonst hätten wir das Postauto verfehlt. Der Abstieg von 2500 m nach Gurtnellen fuhr kräftig in die Beine. Wie man nachher hörte, fiel einigen am nächsten Tag das Gehen ziemlich schwer.

Christian Schacher und Evelyn sei herzlich gedankt für die grosse Arbeit und gute Organisation.

 

Heinz Wälti

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© Laufgruppe Niederamt – Release: 26.11.2005
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