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Training zum General Wille Haus am 21.11.2004

Gespannt, wer und wie viele dem Aufruf zum sonntäglichen Bergtraining folgen werden, warten Evelyne, Veronika und ich auf die noch eintreffenden Kameradinnen und Kameraden.
Noch unterwegs im Auto überholten wir Elisabeth, die mit dem Velo zum Treffpunkt unterwegs war. Weiter oben erblickten wir Ursula, die in zügigem Schritt in Richtung Restaurant Eisenbahn in Trimbach marschierte, wo um 9.00 Uhr zum Training gestartet werden soll.

Wir mussten nicht lange schlottern, denn alle Trainingswilligen trafen pünktlich am vereinbarten Startort ein. Das Wetter zeigte sich Hochnebelverhangen, mit Tendenz zu einzelnen helleren Durchblicken. Bei einer Temperatur nahe dem Gefrierpunkt teilen wir uns in zwei Gruppen auf. 6 Personen der schnelleren Kategorie nehmen den etwas weiteren Weg, via Meierhof - Ban - Rumpelhöchi - Mieserenfluh-Lücke - Chalberweidli - Ober Erli - Unter Erli zum Wille Haus unter die Füsse.

Die zweite Gruppe mit Evelyne, Ruth, Veronika, Ursula Kathrin und Elisabeth wählen die kürzere Route über Meierhof - Unter Wald - Spittelbergstrase - Unter Erli zum Ziel auf 871 m.ü.M. Schnell noch ein Foto von der gesamten Gruppe machen, Apparat im Rucksack verstauen, Handschuhe anziehen und los geht’s. Zuerst gemächlich und gemeinsam bis zum Punkt 481 Meierhof, dort wo die Golf-Trainingsanlage steht. Ab hier trennen sich unsere Wege.


Bergauf im Nebel

Das General-Wille-Haus ist erreicht

Meine Gruppe mit Christian, Heinz, Hanspeter, Zita und Angelika joggen zuerst ein Stück dem Bahndamm entlang in Richtung Trimbach zurück. Parallel mit dem Bach schlängelt sich der schmale Wanderweg durch ein Waldstück, leicht abfallend, zur nahegelegenen Fahrstrasse auf den Rumpel. Plötzlich tönen von hinten Stimmen, die zum Anhalten auffordern. Wir schauen zurück und sehen, dass Angelika am Boden kauert und das linke Fussgelenk umfasst. Wir ahnen nichts Gutes und laufen zu ihr zurück. Sie hat auf dem unebenen Terrain den Fuss umgeknickt und der Schmerz lässt nicht zu, den Fuss richtig zu belasten. Mit der Vermutung, die Aussenbänder überdehnt zu haben, macht sich Angelika humpelnd auf den Rückweg, ihr Lebenspartner begleitet sie dabei.

Nur noch vier an der Zahl machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Wille Haus. Die Strecke zur Rumpelhöchi ist steil, auf 2 km sind 280 Höhenmeter zu überwinden. Christian klagt etwas über schwere Beine, was jedoch nicht verwunderlich ist, denn er legte die Strecke von Däniken nach Trimbach schon joggenderweise zurück.

Langsam dringen wir in die Nebeldecke ein, die Landschaft um uns ist vom gestrigen Schneefall leicht angezuckert. Nach einem kurzen aber steilen Wegstück auf tiefem Boden erreichen wir den Übergang zwischen Hornflue und Mieserenflüe. Ein Zick-zack-Abstieg über rutschige Treppenstufen und laubbedeckten Waldboden bringt uns 50 Höhenmeter tiefer zum Gehöf Chalberweidli. Hier müssen wir einen dringenden Zwischenhalt für männliche Bedürfnisse einschalten, derweil Zita (Frauen kennen dieses Problem scheinbar nicht) einsam weiterläuft. Rasch holen wir sie auf der asphaltierten Miesernstrasse wieder ein und gemeinsam erreichen wir nach einigen Kehren den höchsten Punkt Ober Erli auf 808 m. Von hier aus können wir am gegenüberliegenden Berghang unser Ziel, das General Wille Haus, entdecken. Zuerst aber liegen noch 120 Meter Abstieg vor uns. Auf der teilweise leicht vereisten Strasse müssen wir mit der entsprechenden Vorsicht auftreten, um nicht auf dem Hosenboden zu landen. Ab Punkt 691 Unter Erli folgt der letzte Anstieg auf der Spittelbergstrasse durch militärisches Schiessgebiet. Im oberen Strassenteil sind Kynologen am Werk. Sie richten Arbeitsplätze ein, derweilen ihre Hunde geduldig an den Zaunpfosten angebunden auf ihren Einsatz warten. In gebührendem Abstand, und die Hunderassen rätselnd, erklimmen wir die letzten Höhenmeter zum Wille Haus.

Hier erwartet uns eine spezielle Begrüssung, denn vor dem Haus stehen auf einer Kreidetafel die Worte: „Wir begrüssen besonders die Kader-Teams der Laufgruppe Niederamt und der Laufsportgruppe Olten“! Welch ein herzlicher Empfang des Hüttenteams von Adrian, da tritt man gerne ein. Paradoxerweise ist die „langsamere“ Gruppe schon da und geniesst den wärmenden Tee und die eigens gebackenen Brownies von Adrian. Wir setzen uns zu ihnen und lassen uns ebenfalls Tee servieren.

Nach einer halbstündigen Erholungspause rüsten wir uns wieder für den Abstieg ins Tal. Etwas fröstelnd gegen die neblige Bise gelangen wir über die Challhöchi und via Ifleter Berg-Chilenfeld-Ifenthal zum Rankbrünneli. Durch die Schlucht im Graben geniessen wir die friedliche Umgebung dem Bach entlang und erreichen über Meierhof wieder den Ausgangspunkt auf dem Parkplatz.
Es scheint, als hätten alle den Plausch an diesem lockeren „Wille Haus Training“ gehabt. Wir verabschieden uns gegenseitig und sprechen bereits von einer Wiederholung! Es wird gemunkelt, dass dieser Termin der 11. Dezember 2004 sein soll! Herzlichen Dank für euer Mitmachen, ich hatte Spass daran und werde das nächste Mal sicher wieder dabei sein!

 

Euer Laufkollege

Christian Schacher

 

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