Laufgruppe
Berichte
Rueckblick
Links

Belchen-Berglauf vom 14.8.2005


Der Belchenberglauf zählt als sechste Prüfung zur „Jura-Top-Tour“, eine sieben Rennen umfassende Berglaufserie im Kanton Solothurn. In die Gesamtwertung kommen all Diejenigen, die min-destens fünf der sieben vorgeschriebenen Bergläufe absolviert haben. Für die Punkteberechnung gilt eine spezielle Formel, bestehend aus:

1000 - (Laufzeit - Referenzzeit*) x 1000
*(Durchschnittliche Laufzeit der ersten 25% der jeweiligen Kategorie)

Ich frage mich, ob da nicht eine einfachere Formel zu finden wäre!?
Wer die fünf Wertungsläufe bestritten hat, erhält an der Finisher-Night einen Erinnerungspreis und ein Gratisnachtessen. Zusätzlich werden unter den anwesenden Sportlern wertvolle Preise ausge-lost.
Zurück zum Rennen am Sonntag; Start beim Bannfeldschulhaus in Olten um 10.00 Uhr bei idealer Witterung, noch leichter Sonnenschein mit aufziehender Bewölkung. Pünktlich werden die knapp 500 Läuferinnen und Läufer auf die 13 km und 850 Höhenmeter aufweisende Strecke geschickt.

Zuerst gut 1 km mässig ansteigend durch den Föhrenwald bis Gruebacher, dann eine kurze steile Rampe hinauf zur Spurtwertung beim Pfadiheim Wangen (1 Goldvreneli für erste Frau und Mann). Zwischen zwei Bäumen hervor höre ich die Stimme meines ältesten Fans, die meiner Mutter. Sie zusammen mit ihrem Hund Prinz klatschen resp. bellen mir hinterher, was mir zusätzlich Flügel verleiht. Danach kurz bergab, um sogleich wieder ca. 2 km durch den Buechliban kontinuierlich bis zur Rumpelhöchi (nächste Spurtwertung) aufzusteigen. Hier einige Schlucke Wasser aus dem Plastikbecher, die ich gar nicht schätze, und weiter bergauf entlang des Homberges zur gleichna-migen Lücke auf 905 m.

Jetzt kommt ein ca. 1 km langer Abwärtsteil, genannt Maniswegli, bis zum Übergang Spittelberg. Nach dieser kurzen Verschnaufpause steigt der Weg wieder an in Richtung Wille Haus. Hier ist der Getränkeposten mit Pappbecher ausgerüstet, was mir viel besser gefällt. Diese kann man nämlich zusammendrücken und während des Laufens daraus trinken, somit kann der Laufrhythmus beibe-halten werden. Nach dem Wille Haus stehen einige bekannte Gesichter, die mich mit ihren Anfeue-rungsrufen richtiggehend den Berg hinauf hetzen. Zum Glück kommt oberhalb Chambersberg ein flacheres Teilstück, da lässt sich der kurzfristig gezündete Turbo wieder etwas bremsen und die mentale Vorbereitung auf die wieder steil ansteigende Südstrasse am Belchen kann beginnen. An besagter Stelle läuft es mir gut, kann ich doch meinen direkten Mitstreiter der Kategorie M50 ent-scheidend distanzieren. Der Belchen, höchster Punkt auf 1'055 m, ist erreicht. Ohne die Verpfle-gungsstelle zu berücksichtigen stürze ich mich sofort die Abwärtsstrecke hinunter. Leider beginnen sich langsam Krampferscheinungen in der linken Wade bemerkbar zu machen und ich muss mit vorsichtigeren Schritten talwärts rennen. Mir ahnt Böses, kommt doch noch der berüchtigte „Gwi-demstutz“. Mit Mühe und Not erklimme ich auch dieses Hindernis, ohne marschieren zu müssen.

Bergab bis zur Wüesthöchi geht es noch ordentlich, aber auf dem welligen Streckenteil vor dem steil abfallenden Schlussstück muss ich kurz anhalten und den verkrampften Wadenmuskel deh-nen. In der Zwischenzeit haben mich natürlich wieder zwei Läufer überholt. Mit dosiertem Tempo und vorsichtigen Schritten bringe ich die restliche Abwärtsstrecke bis ins Ziel Allerheiligenberg hin-ter mich, ohne dass noch ein Läufer an mir vorbeiziehen kann.

Nach dem Zieleinlauf suche ich meinen Rucksack, ziehe mir trockene und wärmere Kleider über, schnappe mir einen Becher isotonischen Getränkes und begebe mich an die Zielstrecke, um wei-teren Ankömmlingen unserer Laufgruppe zu applaudieren. Als dann die ersten Regentropfen den Boden netzen, besteige ich den bereits vollen und zur Abfahrt bereitstehenden Bus, der uns im strömenden Regen den Allerheiligenberg hinunter und zurück nach Olten zur Garderobe bringt.

Nach dem Duschen in der überfüllten Garderobe setze ich mich in der Turnhalle an einen der Festbänke und warte auf meine Laufkolleginnen und Laufkollegen. Bei einem Gratis-Spaghettiteller und einer Flasche Bier stille ich meinen gröbsten Hunger. Nach zwei Stück Kuchen und Kaffee warten wir alle gespannt auf die Rangverkündigung. Mittlerweile habe ich erfahren, dass meine Zeit von 1’06’14 zum 3. Platz in meiner Kategorie gereicht hat. Unter grossem Applaus meiner Laufkollegen durfte ich auf das Podest steigen und die herzlichen Gratulationen (Küss-chen) von Priska von Büren entgegen nehmen.

Ebenso herzlich gehen meine Gratulationen für die vollbrachte Leistung an alle folgenden Finisher unserer Laufgruppe Niederamt:
Vorname Name
Rang
Kategorie
Zeit
Ursula Baer
12
F35
1.29.25
Zita Häfeli
7
F40
1.23.57
Doris Gremaud
10
F40
1.34.45
Annelise Müller
13
F45
1.26.15
Christian Schlosser
9
M35
1.04.36
Andy Gilgen
33
M35
1.18.00
Kaspar Ritz
27
M40
1.10.58
Gerold Weibel
19
M45
1.13.07

 

Christian Schacher


Einige Fotos!


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
© Laufgruppe Niederamt – Release: 26.11.2005
Gestaltung und Betreuung der Site durch Ruedi Künzli