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Ekiden-Marathon 30.10.05 Riehen / Basel

Beim Ekiden-Marathon wird die original Marathondistanz 42.195km auf 6 Läufer aufgeteilt, die Teilstrecken zwischen 4.9 bis 10.65 km absolvieren.

Die Teilnahme an diesem Mannschafts-Staffellauf hat für die Laufgruppe Niederamt Tradition. Wenn ich mich so umhöre scheint mir, wer einmal dabei war nimmt lebenslänglich daran teil.


Persönliche Eindrücke von meinem ersten Ekiden-Marathon.

Angefangen hat es damit, dass ich mich bei Evelyne so quasi als Reserve angemeldet habe, falls es noch jemanden braucht um ein Team aufzufüllen. Inzwischen ist mir klar, dass dies in der Laufgruppe Niederamt nie der Fall sein wird. Es ist eher umgekehrt: Hat es einen Läufer für ein zusätzliches Team, dann werden noch fünf weitere gesucht!

Gerade darum, ein grosses Merci an den Vorstand für die tolle, begeisternde Motivierung und Werbung für die verschiedenen Läufe und Veranstaltungen über’s ganze Jahr.

Der Start in Obergösgen kurz vor acht Uhr ist geglückt, trotz Umstellung auf die Winterzeit. Raus aus dem Nebel, Richtung Basel, wo seit frühmorgens die Sonne scheint. Wir treffen frühzeitig in Riehen ein und haben noch Zeit für ein gutes Mannschafts-Briefing und zum obligaten Gruppenfoto.

Dann geht es direkt zur Sache; die Mannschaftsführer verteilen ihren Läufern Zetteli mit klaren Zeitvorgaben. Moment mal, ist dies nicht ein Plauschwettkampf? Das Wort sagt es eigentlich schon: Es soll Spass machen um eine gute Leistung zu kämpfen. So ist es ja eigentlich auch.

Als die zwei einzigen Neulinge werden Fritz Ramseier und ich von unserem Mannschaftsführer Christian Schacher sehr seriös eingeführt. Er erklärt uns Besonderheiten zur Strecke und das Prozedere der Bandübergabe. Damit ja nichts schief gehen kann, wird Start und Zieleinlauf gleich 1:1 durchgespielt.

Die Wettkampferfahrene Evelyn leiht mir noch ein LG-Niederamt Mannschafts T-Shirt zwecks Corporate Identity und guter Erkennbarkeit. Es ist wirklich phänomenal wie gut sichtbar die LGN Läufer damit sind. Danke, ich wurde überzeugt und sehe sogar einen Grund, selbst eines zu kaufen!

Mit dem Startschuss um 10 Uhr werden die ersten Läufer und Läuferinnen von ihrer Nervosität erlöst. Sie drehen 2 Runden im Stadion bevor sie auf die Rundstrecke in der Langen Erle gehen. Es ist faszinierend, wie die Spitzenläufer mit hohem Tempo und langen Schritten schon beim Verlassen des Stadions die Hintersten überholen.

Als vierte Läuferin der Mannschaft errechne ich mir meine voraussichtliche Startzeit. Das wird noch lange dauern bis ich drankomme . Nun getraue ich mich fast nicht mehr, es zu sagen: Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe etwas zum Lesen mitgenommen!

Doch die Zeit vergeht wie im Fluge. Es macht Spass in lockerem Tempo zusammen mit Ruth, Fritz und Gerold eine erste 5 km Runde zu drehen, zwecks Einlaufen und Streckenbesichtigung. Unterwegs gilt es immer wieder Laufkollegen anzufeuern.

Und plötzlich ist es soweit, noch ein Schluck Wasser, Einlaufen, den Start ja nicht verpassen und los. Der erste Kilometer ist hart. Doch vor mir sind ja nur noch vier. Darum, laufen was das Zeug hält. Die bekannten Gesichter und die Hopp-Rufe tun gut. Atemlos erreiche ich die Stadionrunde, mein Name ertönt im Lautsprecher, wouw, und schon übernimmt mein Mannschaftskollege das Band. Laufen im Wettkampffieber hat seinen Reiz, oder eben „esch de Plausch“.

Zufrieden mit meiner Leistung, kann ich hier diesen wunderschönen sonnigen Tag mit sommerlichen Temperaturen noch voll geniessen.

Der gesellschaftliche Teil kommt dank super Wetter an diesem Anlass nicht zu kurz. Diejenigen, die ihren Lauf schon hinter sich haben tummeln sich entlang der Strecke, feuern die nachfolgenden Läufer an, treffen sich zu einem Schwatz oder geniessen ganz einfach die Sonne.

Um die traditionelle Ekiden-Marathon Tasse in Empfang zu nehmen, treffen wir uns alle vor dem Stadion wieder und nach einem Blick auf die Ranglisten machen wir uns zufrieden auf den Heimweg.

Ein Teil der Gruppe trifft sich am Abend im Restaurant Krone in Stüsslingen zum gemeinsamen Nachtessen wieder.

Für mich war es ein schöner Tag, toll war die Kameradschaft, das sonnige Wetter, der Anlass.


06.11.05
Annelise Müller

 


Teilnehmer der Laufgruppe Niederamt

LG Niederamt Masters (2.57.19): Schacher Christian, Küng Angelika, Stauber Beat, Müller Annelise, Ramseier Fritz, Weibel Gerold

LG Niederamt 1 (3.05.45): Häfeli Zita, Kissling Karin, Deppeler Fritz, Künzli Nadja, Hofer Dominik, Schlosser Christian

LG Niederamt 2 (3.28.35): Grimm Veronika, Hofer Werner, Scheuss Evelyne, Dion Hans-Ulrich, Püntener Ruth, Locher Bruno

 


 

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© Laufgruppe Niederamt – Release: 26.11.2005
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