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17. Teufelsschluchtlauf vom 29.4.2005

Wenn der Teufel aus der Schlucht ob Hägendorf ruft, dann kommen sie, die fast 700 Läuferinnen und Läufer, davon 14 Mitglieder von der LG Niederamt! Aus nah und fern nehmen sie den strapaziösen Weg durch die landschaftlich sehr reizvolle Teufelsschlucht in Angriff.

Die 1989 ins Leben gerufene Cupveranstaltung, damals Solothurner Berglaufcup genannt und im Jahre 2001 in Jura-Top-Tour umbenannt, besteht nun schon zum fünften Jahr und beinhaltet sieben Bergläufe zwischen 7.8 bis 14.1 km Länge.

Wie jedes Jahr beginnt diese Rennserie traditionsgemäss Ende April mit dem 8.3 km langen und 500 Höhenmeter aufweisenden Teufelsschluchtlauf. Damit in der engen Schlucht keine Staus und Warteschlangen entstehen, wurden letztes Jahr zum ersten Mal Blockstarts eingeführt, die sich bestens bewährt haben.

Das heutige Rennen konnte bei herrlich schönem Wetter und sommerlichen Temperaturen gestartet werden. Ein kurzer Anstieg nach dem Start führt auf eine flache Feldweg-Passage, dann entlang dem Waldrand zuerst leicht ansteigend auf Asphalt, dann steiler werdend durch ein kurzes Waldstück zu einem Einfamilienhaus-Quartier. Durch Häuserreihen zuerst leicht abfallend, dann steil hinab bis an die Hauptstrasse in der Dorfmitte. Beim Strassenkreisel wird links abgebogen und zum Goldsprint auf der Höhe der Raiffeisenbank angesetzt (Goldvreneli für erste Frau und ersten Mann). Jetzt geht es darum, die Position in der Gruppe zu finden, um dann möglichst in regelmässigem Schritt die noch bevorstehenden ca. 4.5 km durch die Schlucht zu überstehen. Beim Schluchteingang erwartet uns beidseits des Weges ein üppig grüner Teppich und es riecht stark nach würzigem Bärlauch. Die Temperatur wird etwas erträglicher. Die Strecke zieht sich nun hin über Stock und Stein, um Ecken und Kurven, über Brücken und Holzstege, über Treppen und um Felskanten. Die Beine werden schwer wie Blei, der Mund trocken und der Atem beginnt zu rasseln. Plötzlich wird es heller und der Weg etwas flach. Die Schlucht ist zu Ende, aber das Ziel noch nicht erreicht. Wieder steigt es an und über ein längeres Wiesenstück quälen sich alle zur Autostrasse hinauf. Hier braucht es nochmals die ganze Kraft und den eisernen Willen, die letzten 500 Meter bis ins Ziel durchzubeissen. Auf den letzten Metern wird man von den frenetischen Anfeuerungsrufen der vielen Zuschauer fast wie auf Wolken ins Ziel getragen.

Zielstrich erreicht: Aus, vorbei, fertig, am Ende! So was tue ich mir nicht wieder an, das sind die ersten Gedanken nach dem Zieleinlauf. Kaum etwas erholt, sind solche Vorsätze schon wieder kalter Kaffee. Es hat trotz aller Qualen gut getan und macht hungrig für Versuche auf anderen Strecken.


Der Schreiberling Christian Schacher

             
     
Auf den letzten Metern
Fast alle zum "Siegerbild" versammelt und auch weitgehend erholt
             

F 20

Rang

15.
54'07
Nadja Künzli  

M 30

Rang
73.
52'43
Christoph Schenker

F 30

Rang
13.
55'43
Ursula Baer  

M 35

Rang
12.
41'43
Christian Schlosser

F 40

Rang
8.
51'58
Zita Haefeli  

M 35

Rang
41.
49'04
Andy Gilgen

F 40

Rang
15.
57'44
Doris Gremaud  

M 40

Rang
32.
43'26
Kaspar Ritz

F 40

Rang
16.
58'31
Stephanie Buss  

M 45

Rang
77.
58'56
Kurt Roth

F 45

Rang
8.
53'45
Annelise Müller  

M 50

Rang
5.
40'53
Christian Schacher
         

M 60

Rang
5.
50'10
Heinz Wälti
         

M 60

Rang
21.
62'10
Hans-Ulrich Dion

 


 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
© Laufgruppe Niederamt – Release: 26.11.2005
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