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Wasser-Sinfonie im hinteren Lauterbrunnental ![]() Am Samstag, den 23. Juli 2005 hiess es für einige wanderlustige JoggerInnen der Laufgruppe Niederamt früh aufstehen, denn das alljährliche Wanderwochenende stand auf dem Programm. Fünfzehn TeilnehmerInnen fuhren mit dem Zug nach Lauterbrunnen und mit dem Postauto bis zu den Trümmelbachfällen. Die Besichtigung der gigantischen Wassermassen, die weiss schäumend mit gewaltigem Getöse im Berginnern zu Tale donnern, beeindruckte uns tief. Nach diesem Schauspiel brachte uns der Bus nach Stechelberg. Gegen elf Uhr starteten wir zur Rundwanderung ins hintere Lauterbrunnental, dem Tor zum Unesco-Weltnaturerbe „Jungfrau – Aletsch – Bietschhorn“. Auf dem Saumweg der weissen Lütschine entlang marschierten wir teils durch schattigen Wald immer steigend am Schiirboden und Holdrifall vorbei. In einem Bachbett auf warmen Steinen assen wir unseren mitgebrachten Lunch. Um uns herum standen und lagen Ziegen, denen Studentenfutter auch schmeckte und die uns fortan nicht mehr von der Seite wichen und uns mit ihrem Gebimmel in Alpaufzugsstimmung versetzten. Diese wunderschöne Tour forderte nicht nur physisch sondern auch psychisch einiges von uns, denn das Etappenziel rückte schon sehr bald in unser Blickfeld, allerdings auf der anderen Talseite. Nach der Bewältigung von ca. 1150 Höhenmetern erreichten wir den idyllischen Oberhornsee, der im eisgepanzerten Kessel zwischen Jungfrau und Tschingelhorn liegt. Leider waren mittlerweile die Gipfel der umliegenden Berge in Wolken verhüllt. Die Bergkulisse mit Gspaltenhorn, Tschingelhorn, Breithorn usw. präsentierte sich aber auch so grandios. Das hier gelegene Quellgebiet der weissen Lütschine erfreute uns mit seinen leuchtenden Farben und den vielen Arten von Alpenblumen. Über Alpenrosenmatten absteigend erreichten wir nach sechs Stunden Wanderzeit unser Nachtquartier, das romantische Berghotel „Obersteinberg“. Im Schein von Kerzen liessen wir es uns bei einem währschaften Abendessen und einigen Flaschen Dôle wohl sein. Am Sonntagmorgen führte uns der Weg in leichtem Anstieg durch Gras- und Schutthalden Richtung Tanzbödeli. Dabei konnten wir Gämsen am Spitzhorn beobachten. Der steile Abstieg über Busenbrand und durch den Busenwald hinunter in das Sefinental bereitete uns einige Mühe. Nach der verdienten Erholungspause mit Picknick am Ufer der Sefinen-Lütschine ging es wieder aufwärts Richtung Oberberg. An der Flanke des mächtigen Schilthorns entlang wanderten wir weiter Richtung Bryndli. Ein kühn angelegter steiler Weg führte uns auf die tief unter uns gelegene Spilbodenalp. Kaum hatten wir in der Alpwirtschaft Platz genommen, setzte ein leichter Nieselregen ein. So kamen Schirme und Pelerinen doch noch zum Einsatz. Glücklich, die anstrengende aber herrliche Wanderung gemeistert zu haben, schlenderten wir nach Mürren. Wir fuhren mit der Seilbahn ins Tal hinunter und nahmen zufrieden, aber auch ein bisschen müde die Heimreise in Angriff. Das hintere Lauterbrunnental, ist ein Pflanzenparadies von seltener Schönheit. Die Gletscher und vielen Wasserfälle, welche dem Tal seinen ursprünglichen Namen „Luuter Brunnen“ gaben, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Die Wandergruppe dankt dem Organisator Christian Schacher herzlich für die perfekte Planung und die tadellose Durchführung des unvergesslichen Wochenendes. (ude)
Ursula Deppeler
Das ist ein Steinadler
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