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Swiss-Jura-Marathon vom 9. - 15. Juli 2006

7-Tage-Berglauf von Genf nach Basel mit 350 km + 11'000 Höhenmetern

Vorbereitung
Als Trainingsvorbereitung für diesen Ultramarathon habe ich seit Anfang Jahr knapp 1'900 Trainingskilometer absolviert. Davon einige Trainings mehrere Tage hintereinander. Am Wochenende jeweils Longjoggs von anfänglich 2 1/2 Stunden, später bis 3 1/2 Stunden. Ich wählte mehrheitlich stark kupierte Strecken, damit sich Knie, Muskeln und Gelenke auch an das Bergablaufen gewöhnen konnten.

Ankunft am Bahnhof in Saint Cergue

Frühstück am Morgen um 5.30 Uhr

Vor dem Start zum grossen Abenteuer Genf nach Basel

Läuferfeld unterwegs an der Seepromenade in Genf

La Dôle auf 1677 m

Anreise
Am Samstag nach dem Mittag bestiegen ich, Zita, Veronika und meine Freundin Evelyne (alles Mitglieder der Laufgruppe Niederamt) den Zug in Olten und fuhren via Bern - Lausanne nach Nyon. Von dort weiter mit der Bahn hinauf nach Saint Cergue. Vollbepackt mit Rucksack und Sporttasche machten wir uns zu Fuss auf den Weg zu unserer Unterkunft in der Mehrzweckhalle "Centre Vallon". Später am Abend traf auch noch Kaspar, ein weiterer Teilnehmer unserer Laufgruppe, bei uns ein.

1. Etappe: Genève - Saint-Cergue; 47 km, +1'410 m / -1'750 m
9. Juli 2006, mein 51. Geburtstag! Tagwache um 5.00 Uhr. Kurze Katzenwäsche, Morgenessen, Zähne putzen, Sonnenschutz einsalben, Lauftenü und Schuhe anziehen, Hüftgurt umschnallen mit 2 Energieriegeln, WC-Papier, Trinkbidon mit 7,5 dl Sponser Long Energy Getränk. Kleines Rucksäckli mit Natel, Regenschutz, Dächlikäppi, 1 Biberli und Fotoapparat anhängen, Sonnenbrille und Stirnband montieren und ab zum bereitstehenden Reisecar. Um 6.30 Uhr Abfahrt nach Genf. Dort bleiben uns noch 30 Minuten Zeit bis zum Start. Es reicht noch für die Startkontrolle und eine letzte «stinkwichtige Sitzung». Zehn Minuten vor dem Start erleben wir noch eine Überraschung, denn speziell für uns wurde die mächtige Wasserfontäne des «Jet d'eau» früher gestartet als sonst üblich. Diese Geste wird natürlich mit einem kräftigen Applaus honoriert.
8.00 Uhr: Startschuss zum längsten 7-Tage-Berglauf in Europa! Alle waren wie erlöst, als es endlich der Seepromenade entlang ostwärts in Richtung Nyon losging. Durch hübsche Gärten, am Flughafen vorbei, auf interessanten Pfaden an einem Bach entlang nähern wir uns der Verpflegungsstelle in Borex bei km 26, wo die Läufer der kürzeren Distanz ihren Start hatten. Jetzt erst beginnt die Strecke zu steigen in Richtung La Dôle. Die zu ersteigenden 1'200 Höhenmeter gehen in die Beine, durch gelegentliches Marschieren kann aber die Muskulatur stark geschont werden.
Schon kurz nach Beginn in Genf komme ich ins Gespräch mit einer deutschen Läuferin, die, wie aus ihren Äusserungen zu entnehmen ist, schon etliche Langstreckenläufe hinter sich hat. Mit Birgit, so stellte sie sich namentlich vor, schien ich eine Laufpartnerin gefunden zu haben, die mein ideales Tempo zu laufen vermag. Gemeinsam stiegen wir die ganze Strecke zum höchsten Punkt unserer Etappe, dem La Dôle auf 1'677 m, hinauf. Beim anschliessenden Abstieg nach St. Cergue schloss ich zu meiner Freundin Evelyne auf. Sie war alleine unterwegs, erfreute sich aber guter Gesundheit und wünschte mir für den Rest der Strecke alles Gute. Gemeinsam in der Zeit von 5'06'17 Std. überquerte ich mit Birgit die Ziellinie und war glücklich, dass ich noch in bester Verfassung und ohne irgendwelche Schmerzen oder Blessuren zu verspüren, angekommen bin. Als glückliche Zugabe gewann ich am Abend bei der täglichen Verlosung der Startnummern noch Fr. 100.- in bar, sozusagen als Geburtstagsgeschenk. Was will man da noch mehr?

Unterkunft in der Mehrzweckhalle «Centre Vallon»

Reisefertig für die Busfahrt nach Genf

Die mächtige Wasserfontäne des «Jet d'eau»

Sicht von Borex zur Kuppel des La Dôle

Evelyne im Abstieg vom Mont Dôle nach Saint Cergue

 



 

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