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33. Hallwilerseelauf am 13. Oktober 2007

Läufer und Läuferinnen der LGN, die am Hallwilersee dabei waren
Mit einer Podestzeit dem Ziel entgegen.
Locker und kurz vor dem Ziel
Reicht es noch für einen Endspurt?
Kampf und Krampf auf den letzten 100 m
Im Ziel - Freude herrscht!
Bereits wieder erholt, auch der Supporter
 
Hier noch die Zeiten der LGN-Läufer und Läuferinnen mit 2 Podestplätzen
Halbmarathon
Schacher Christian
Weibel Gerold
Gilgen Andy
Roth Kurt
Wälti Heinz
Kissling Karin
Scheuss Eve
Künzli Nadja
Buss Stephanie
Hofer Werner
Püntener Ruth
Brunner Werner
Strub Silvia
Dion Nick
1:21.21 (2.R. M50)
1:34.21
1:43.05
1:48.21
1:49.51
1.50.26
1:50.35
1:52.28
1:53.07
1:54.41
1:59.33
1:59.37
2:02.08
2:02.14
 
Erlebnislauf

Baer Ursula
Humbel Rolf
Thalmann Rita

1:57.23
2:03.15
2:16.55
 
Kurzlauf
Küng Angelika
Vögtli Ruedi
29.46 (3. Rang)
32.24
 
Nordic Walking
Büchel Rita 3:23.08
 
Teamlauf
Stevanin Sergio

Die Laufgruppe Niederamt hat sich wiederum zum Ziel gesetzt, den diesjährigen Halbmarathon rund um den Hallwilersee zu absolvieren. Rund ein Dutzend Läufer/-innen unserer Laufgruppe haben sich für diese Herausforderung angemeldet. Für mich war es die erste Teilnahme an einem Halbmarathon. Ich habe bisher nie länger als 15 km unter die Füsse genommen. Ich war natürlich echt gespannt, wie ich dies meistern werde. Die letzten 5 Sonntage habe ich jeweils eine längere Trainingseinheit von 2 Stunden durchgeführt, um mich für meine Verhältnisse optimal darauf vorzubereiten.
Der Hallwilerseelauf ist ein sehr schöner Lauf. Das Wetter spielt natürlich eine sehr wichtige Rolle. Ob es warm ist, trocken, ob es regnet und nass ist, alles spielt eine Rolle.
Nun war also der 13. Oktober 2007. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Ich habe meine Startnummer bereits am Freitagabend geholt, da ich mich in den Startblöcken noch umschreiben wollte.
Am Renntag selber war bereits die Ankunft in Beinwil am See ein Erlebnis. Es war goldiges Herbstwetter. Der Nebel hat sich gegen Mittag verzogen. Die Sonne strahlte, die Temperatur war so gegen 15 Grad. Optimale Verhältnisse. Diese Läuferschar, diese Menge war eindrücklich. Ich reihte mich nach dem Einlaufen in den Startblock D ein. Um 13.45 kam mein Startblock an die Reihe. Die Zuschauer machten kurz vor dem Start eine Welle, um uns anzufeuern, das liess meinen Puls schon mal höher schlagen. Achtung, fertig, los....... – Und los gings. Wow, ich erlebe die Volksläufe immer wieder als tolles Erlebnis. Und dieser Lauf war einzigartig. Die ersten 5 km sind eher ruhig auf Beton zu laufen. Ich laufe mein Tempo mit einem 4,5 Minuten-Schnitt pro Km. Ich halte mich absichtlich etwas zurück, denn auf den letzten 5 km will ich auch noch Saft in den Beinen haben. Nach Aesch sind die 5 km vorbei und wir haben die südliche Kappe des Hallwilersees bereits abgelaufen und ziehen langsam nördlich Richtung Seerose. Bald kommt der eigentliche Teil, den man nahe am Hallwilersee laufen kann. Wunderbar ist die Herbstlandschaft. Ich erlebe die Natur hautnah, vorbei an den Bäumen und Sträuchern, an den herrlichen Uferwegen. Ich beschäftigte mich mit mir, mit der Umgebung und spulte km für km ab. Schon bald war ich bei der Seerose. (km 9) Dort war ich schon viele Male mit meiner Familie, um gemütlich zu spazieren. Die Zuschauer feuerten uns an, herrlich, das war ein Aufsteller. Die gelaufenen km merkte ich bereits in meinen Beinen. Nach 10 km war ich genau im Schnitt: 45 Min. Ich war genau nach Plan und versuchte mein Tempo zu halten. Als nächstes Zwischenziel legte ich mir das Schloss Hallwyl vor Augen. Nach Schloss Hallwyl sind es nur noch rund 6 km. Ich verwunderte mich, dass während den ersten 10 km keine grossen Überholaktionen stattfanden. Es gab wenige, die mich überholten, ich konnte mich gut an meine Mitläufer halten. Nach 5 km hat mich einer mit einem auffällig gelben Leibchen überholt und sofort stehen lassen. Kurz vor Schloss Hallwyl sah ich ihn plötzlich wieder vor mir. Das spornte mich an. Je näher wir uns dem Schloss näherten, desto näher kam ich dem mit dem gelben Leibchen. Ich mache manchmal in den Läufen solche Spiele und versuche, solche wieder einzuholen. Dies gelang mir auch. Nachdem ich ihn nun eingeholt hatte, liess ich ihn gleich stehen und er konnte mich bis ins Ziel nicht mehr einholen. Beim Schloss Hallwyl war die Zuschauermenge noch grösser. Die Leute klatschten, lachten, pfiffen, liessen Kuhglocken läuten, das war ein super Gefühl. Ich wollte keine Müdigkeit zeigen und lief automatisch einen Gang schneller. Nun kamen die letzten 6 km und ich fühlte mich noch recht gut. Dank der kühlen Brise konnten wir in der ersten Hälfte immer wieder von der kühlen Luft profitieren. Nun beim Rückweg Richtung Ziel war die Luft plötzlich weg und ich spürte die Sonne mit ihren warmen Herbststrahlen. Langsam merkte ich, wie die Energie in den Beinen schwand. Ich war schon bei km 18. Im Kopf versuchte ich mich immer wieder mit einem Blick auf den Hallwilersee abzulenken, um nicht an meine müden Beine zu denken. Dies gelang mir nicht mehr so gut. Ich sehnte langsam das Ziel herbei. Ich hatte das Gefühl, dass meine Mitläufer immer schneller wurden. Auf den letzten 2 km haben mich dann doch noch einige überholt. Irgendwie schaffte ich es nicht mehr, mit dem schnelleren Tempo der Mitläufer/-innen mitzuhalten. Aber da war ja schon der letzte km angezeigt. Ich sah mich schon im Ziel und ersehnte den Zieleinlauf herbei. Bald schon hörte ich den Speaker die Namen der Zieleinläufer durch den Lautsprecher rufen. Da feuerte mich Christian von der Laufgruppe an und ich konnte die letzten paar Meter Zieleinlauf richtig geniessen. Geschafft. In einer Zeit unter 1 h 45 Min. war für mich schneller, als ich mir ausgerechnet hatte. Ich war völlig zufrieden. Der Hallwilerseelauf war ein tolles Erlebnis vom Start bis zum Ziel.

 

Lostorf, 14.10.07, Andy Gilgen

Auch auf dem letzten Kilometer kein Lockerlassen
Mit geschlossenen Augen Richtung Zielband
Noch einige Meter zu beissen
Auch nach 21 km noch ein Lächeln übrig

 


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